CSW Info

Queer Are Family

In Erinnerung an die Stonewall Riots wollen wir ein alternatives Angebot anbieten, welches sich als Ergänzung versteht. 'Being Queer' ist kein Randphänomen, welches nur wenige betrifft, sondern ein Thema, dass in die Mitte der Gesellschaft gehört. 

Damit aus dem Diskurs alle profitieren können, bieten wir ein reichhaltiges Informationsangebot und versuchen aktiv gegen Vorurteile anzugehen. 

Eine demokratische und humanistische Gesellschaft darf sich nicht nur den Problemen von wenigen verschreiben, sondern muss auch Menschen involvieren, unäbhängig Ihrere jeweiligen Religion, Herkunft, Klasse, Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung.

 

Grußwort von Frank Laubenburg

Frank Laubenburg

 

Auch Pussies können Riot!

Was für Tage und Nächte. Endlich haben wir zurückgeschlagen als die Polizisten wieder zu einer Razzia anrückte, haben sie mit Flaschen, Steinen, Gläsern beworfen und verprügelt. Nacht für Nacht musste sich die Polizei zurückziehen, im wahrsten Sinne geschlagen geben. Stonewall war und ist identitätsstiftend, deshalb das „wir“, für all diejenigen queeren Menschen, die staatlichen Autoritäten nach wie vor misstrauen, die wissen, dass Emanzipation immer Selbstermächtigung voraussetzt, dass man uns ohnehin nichts Schenken wird. Trans* erleben das täglich, queere Geflüchtete und Nicht-Weiße ebenfalls. Frauen und Lesben erhalten durchschnittlich wesentlich weniger Lohn für gleichwertige Arbeit, auch schwule Männer werden Studien zufolge schlechter bezahlt als heterosexuelle. Trans* kriegen erst gar keinen Job, Inter* sind Witzfiguren für CDU-Vorsitzende und das sonstige rechte Pack. Sexualunterdrückung war, eingesetzt von Kirche, Kapital und Despoten, immer ein Mittel der Herrschaftssicherung. Stonewall hat den Spieß für einen Moment umgedreht, wir waren nicht mehr die Opfer. Aber auf Pierre Victors “Man muss den Spieß umdrehen. Die Welt kann nicht umgestürzt werden, ohne dass dabei etwas kaputt gemacht wird.” hat Michel Foucault ja richtigerweise geantwortet: “Vor allem muss man den Spieß kaputt machen.”

Macht- und Herrschaftsverhältnisse zerstören, das steht an.

Wir brauchen keinen schwulen, rassistischen Gesundheitsminister Jens Spahn und wir freuen uns auch nicht über eine lesbische Vorstandsfrau im nächsten DAX-Konzern, die durch Massenentlassungen für Kurssteigerungen sorgt. Wir bitten um nichts, denn Grund- und Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Was wäre es schön, wenn eine solche Haltung queere Bewegung(en) prägen würde. Das würde Stonewall gerecht. Mit der Christopher-Street-Week in Mönchengladbach stellen sich die Organisator*innen in diese Tradition. Das freut mich. Viel Spaß, Lust und Kampfkraft dabei!

 

Solidarische Grüße

 

Frank Laubenburg

Bundessprecher DIE LINKE.queer

Café Clément Special

Mittwoch 3 Juli 19 Uhr im Köntges

50 Jahre Stonewall Riots

ein Vortrag von Frank Laubenburg

den 28. Juli kam es im New Yorker Stadtteil Greenwich Village, genauer in der Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street, zu einer Razzia durch die Polizei, die anschließend in einem gewalttätigen Konflikt zwischen Homo- und Transexuellen Menschen und Polizist*innen mündete. Festgenommen wurde, wer keine Papiere dabei hatte, Kleidung des anderen Geschlechts trug und die Angestellten der Bar. Während die Razzia eine klare Repression gegenüber Homo- und Transsexuellen Menschen darstellte, die in der damaligen Zeit nicht unüblich war, weigerten sich die Gäste der Bar, ihre Identitäten von der Polizei feststellen zu lassen. Die Leute ließen sich die willkürliche Maßnahmen der Polizei nicht gefallen, so dass diese ihren Platz räumen und sich in die Bar zurückziehen musste, nur um den Konflikt mit Verstärkung auf der Straße weiterzuführen. Die Unruhen erlangten viel Solidarität, so dass rund 2000 Personen ihre Wut über jahrzehntelange Repressionen entluden, die Eskalation hielt 5 Tage an.

Anlässlich der fünfzigsten Jährung hält Frank Laubenburg (Bundessprecher DIE LINKE.queer, "Mein Einsatzleiter") einen Vortrag über die Stonewall-Unruhen und gibt uns einen Einblick in den Ablauf, die Folgen und die Konsequenzen aus diesem massiven, wichtigen historischen Ereignis.

Montag

 15. Juli 19:00 Büro Die LINKE Rheydt

"Endlich so leben, wie ich will!"


ist das Thema der Auftaktveranstaltung zur diesjährigen Christopher Street Week MG. Fühlt euch ❤️-lich eingeladen!
Gemeinsam schauen wir einen 40-minütigen Film zum Thema Diversität im Alter und wollen der Frage auf den Grund gehen, ob wir tatsächlich leben können wie wir wollen.

Heike Kivelitz, Vorsitzende des LesLie e.V., Sozialpädagogin und Familientherapeutin wird uns durch den Abend begleiten.
Danke!

Dienstag

16. Juli 19:00 ChapeauKultur Rheydt

Vortrag von Ricarda Jasmin Schlia

Geschäftsführerin des DGTI zum Thema Coming Out.

Mittwoch

17. Juli 19:00 Waldhausen Astoria

Transichtbarkeit

Ausstellung und Vortrag

Donnerstag

18. Juli 19:00 Waldhausen Astoria

"Wofür wir kämpfen. Perspektiven queerfeministischer Klassenpolitik 50 Jahre nach Stonewall"

Auf Einladung der Falken Mönchengladbach ist Mike Laufenberg bei uns zu Gast und wird uns Perspektiven einer queerfeministischen Klassenpolitik vorstellen.

"2019 jähren sich die Riots von Stonewall, auf die sich auch die CSD-Tradition in Deutschland bezieht, zum fünfzigsten Mal. Der Aufstand von damals wurde maßgeblich von Drag Queens und Trans of Color Personen der Arbeiter*innen- und Armutsklasse angezettelt. Er richtete sich gegen Homo- und Transfeindlichkeit, aber war auch Ausdruck eines explizit anti-rassistischen und klassenpolitischen Kampfes gegen Polizeigewalt, staatliche Repression und Prekarisierung, die für die Betroffenen häufig in Armut, Arbeits- und Wohnungslosigkeit mündete. Auf den CSDs ist diese Verbindung von Homo- und Transfeindlichkeit, Sexismus, Rassismus und Klassenunterdrückung seit den 1990er Jahren zunehmend dethematisiert worden und einem kommerziellen Spektakel gewichen. Der Vortrag knüpft an aktuelle Debatten an, die der Klassenvergessenheit weiter Teile der LGBTIQ-Bewegungen eine neue Politisierung der queeren Frage als Klassenfrage entgegenstellen. Was heißt es für unsere heutige Zeit, die soziale Frage queer zu stellen? Und worin liegt der queere Beitrag zu einer verbindenden Klassenpolitik, für die sexuelle und geschlechtliche Emanzipation, Rassismuskritik und Anti-Kapitalismus zusammengehören?"

Freitag

19. Juli 19:00 Büro Die LINKE

Queeres Familiengespräch

Samstag

20. Juli 14:00 bis 04:00 Köntges u. Waldhausen Astoria

Festival femtastic #1

Vorträge, Workshops und Party

 

Sonntag

21. Juli

Demo um 12:00 und Im Anschluss großes Straßenfest auf dem Rosa Luxemburg Platz